Warum feiern wir Nikolaus

Sankt Nikolaus, Nikolaus von Myra

Der Nikolaustag wird in Gedenken an Nikolaus von Myra gefeiert, einer der populärsten katholischen Heiligen, der am 6. Dezember zwischen 345 und 351 verstarb. Geboren wurde Nikolaus von Myra in Patara, einer Stadt in der heutigen Türkei zwischen 270 und 286. Schon im Alter von 19 Jahren weihte man ihn zum Priester und er wurde Abt des Klosters Sion in der Nähe von Myra. Während der Christenverfolgung im Jahre 310 wurde er gefangen genommen und verteilte laut Überlieferungen sein Vermögen unter den Armen. Zur Popularität Nikolaus trugen vor allem zahlreiche Legenden über die von ihm vollbrachte Wunder bei. Der 6. Dezember ist in vielen Ländern ein kirchlicher Feiertag und ist seit dem 6. Jahrhundert in der orthodoxen Kirche belegbar.
Nikolaus von Myra ist Schutzpatron einiger Völker wie der Russen, Kroaten und Serben, und Parton der Seefahrer und Händler.

Brauchtum zum Nikolaustag

Ursprünglich fand am Nikolaustag auch die Weihnachtsbescherung statt. Erst mit der Reformation (zwischen 1517 und 1648) und deren Ablehnung gegenüber der Heiligenverehrung wurde der Tag der Bescherung auf den Weihnachtstag verlegt. In einigen Ländern wurde aber der 6. Dezember beibehalten. In der heutigen Zeit ist sein Namenstag vor allem ein Tag der Kinder. Mit der Befragung „Wart ihr denn auch brav?“ werden vom Nikolaus kleine Geschenke verteilt. Es ist aber auch Brauch die Stiefel oder Schuhe am Vorabend zu putzen und vor die Tür zu stellen, die dann über Nacht mit Kleinigkeiten gefüllt werden.
In verschiedenen Ländern ist es Brauch, dem heiligen Nikolaus auch Furcht einflößende Gehilfen zur Seite zu Stellen. Während der Nikolaus die Kinder, die das Jahr über brav waren, mit Geschenken belohnt, werden die bösen Kinder von den Gehilfen erschreckt und zu ihrem Verhalten befragt. Je nach Region sind diese Gehilfen der Krampus oder Knecht Ruprecht.

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